Mümkün değil! Oder doch? (3)

3. Februar 2009

Im Gegensatz zum Islam wird die Soziologie von ihren Anhängern in der Tat oft mißbraucht. Nicht so von Necla Kelek, die in ihren Artikeln und Büchern die Fata Morgana des von xenophoben Deutschen unterdrückten Türken entzaubert. Auch zur aktuellen Studie des Berlin-Instituts meldet sie sich zu Wort:

Keiner der türkischstämmigen Politiker stellt sich hin und sagt: Ja, es gibt spezifische Probleme, die nicht relativiert werden dürfen. Warum reden sie nicht über arrangierte Ehen, Ferienbräute, Ehrenmorde, Gewalt in Familien, Diskriminierung der Frau? Warum redet ein Sozialpädagoge wie Cem Özdemir in der „Tageszeitung“ am liebsten nur von der türkischen Mittelschicht, warum klangen manche seiner Äußerungen in der Vergangenheit so, als sei er Pressesprecher in Ankara? Warum fordert der Türken-Lobbyist und SPD-Genosse Kenan Kolat gebetsmühlenartig mehr Geld für Türken, warum möchte Lale Akgün am liebsten die Islamkonferenz und den Integrationsgipfel abschaffen, und warum hält die Berliner SPD-Abgeordnete Ülker Radziwill es für unangemessen, dass türkische Eltern ihren Kindern bei den Schularbeiten helfen, nach dem Motto: „Das können migrantische Eltern nicht leisten“? Die Antwort ist einfach und bitter. Diese türkischstämmigen Politiker arbeiten seit Jahrzehnten daran, sich und ihre Klientel als Opfer zu stilisieren und selbst als Opferanwälte aufzutreten.

Hier gibt’s den ganzen Artikel.


Mümkün değil! Oder doch? (2)

2. Februar 2009

Auch das muß mal gesagt werden. Nachdem vor kurzem eine Studie des Berlin-Instituts zu dem Ergebnis kam, daß vor allem in Deutschland lebende Türken als besonders „integrationsresistent“ seien, widersprechen nun die Handwerker: „Der Meister der Zukunft ist ein Türke“.


Nils Minkmar über Heuchler und Ex-Waffen-SS-Soldat Günter Grass

2. Februar 2009

Die FAZ über unseren ehrenwerten Literaturnobelpreisträger Grass:

Zum Golfkrieg, als Saddam Kuweit überfallen hatte und mit einer internationalen Koalition unter Führung der Vereinigten Staaten daraus vertrieben wurde, schreibt er: „Der Brutalität des irakischen Systems entspricht der kaum mehr verdeckte macht- und wirtschaftliche Interessensanspruch des Westens, verfeinert zwar, doch gleichfalls unmenschlich.“ Ob die Profitgier von Ölfirmen ebenso unmenschlich ist wie ein Regime, das routinemäßig foltern und vergewaltigen lässt, sollte man lieber die beurteilen lassen, die in solchen Verhältnissen leben müssen. Doch andere Leute nach ihrer Meinung zu fragen, ist nicht so seine Sache, obwohl einer der häufigsten Vorwürfe, die Grass in diesem Buch anderen macht, der ist, nicht zuhören zu können: ihm nicht zuhören zu können.

Hier die ganze Abreibung für Heuchler Grass.


Neue Seite im Menü: „Unverbindliche Lektüreempfehlungen“

1. Februar 2009

Ab heute gibt es eine neue Seite im Menü: „Unverbindliche Lektüreempfehlungen“. Villeicht findet der ein oder andere Leser eine Anregung zu neuer Wochenendlektüre.


Arabische Popmusik: Kazim al-Saher

30. Januar 2009

Zum Wochenausklang ein echter Klassiker des irakischen Sängers Kazim al-Saher. Al-Saher ist einer der berühmtesten Sänger der arabischen Welt. Dabei ist er im Popgenre viel weniger zuhause als in der arabischen Klassik. Er führt damit eine Tradition fort, die im 20. Jahrhundert von so bedeutenden Künstlern wie Umm Kulthum, Mohammed Abd al-Wahab oder Fairuz geprägt wurde. 1996 arbeitete er mit dem in der arabischen Welt berühmten Dichter Nizar Qabbani zusammen. Im Gegensatz zu vielen Popsängern singt Kazim al-Saher nicht in einem regionalen Dialekt, sondern auf Hocharabisch.

Das folgende Lied „Kullu amin wa anti habibati – Du bist das ganze Jahr (also immer) meine Liebe“ stammt aus dem Jahr 2000. Viel Spaß:


Lesenswert

30. Januar 2009

Politik und Zeitgeist:
- Ahmedinedschad will Entschuldigung von Obama (in Form von Luft-Boden-Raketen?)
- neue EF ist da!
- Disenchanted with Castro’s Revolution (Which one ever worked out?)
- Richard Herzinger: Offener Antisemitismus in Europa
- FR mal wieder unter aller Kanone
- Polizei entfernt in Davos Tibet-Flagge aus Geschäft (inzwischen ist das Flaggen-aus-dem-Haus-anderer-Leute-Entfernen europäische Tradition)
- FDP klettert auf Rekordhoch von 16 Prozent
- hierzu auch ein Kommentar von Gérard Bökenkamp (ef)
- konvertierte Lehrerin hält am Kopftuch fest
- US-Militärrichter widersetzt sich Obama
- Was früher alles auf den Index kam

Wissenschaft:
- Ei der Daus, Maria doch keine Jungfrau?
- Neues zum Schicksal Pompejis
- Canossa: Jetzt meldet sich Fried persönlich zu Wort (hier frühere Infos aus der FAZ)
- Guter Rat: Think negative!

Wirtschaft:
- Alarmstufe Rot für Automobilzulieferer
- 50 million global jobs cuts expected in 2009
- Obama: Wall Street bonuses are „shameful“ (wo er recht hat, hat er recht)

Literatur:
- Daniel Kehlmann zum Tode John Updikes


Aktuelle arabische Karikaturen (5)

28. Januar 2009

Die Karikaturen der letzten knapp zehn Tage seit dem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas am 19. Januar 2009 behandelten vor allem zwei Themen: Erstens wurde der Amtsantritt Barack Obamas thematisiert, und zwar zunächst etwas skeptisch, insgesamt aber doch positiv.

Am 22.1. veröffentlicht al-Ahram unter dem Titel „Obama bei seiner Antrittsrede als amerikanischer Präsident“:

al-ahram-22109

Obama sinniert: „Die Krise, die wir erleben, hat ihre Ursache in der Willkür und Gier und Verantwortungslosigkeit einiger weniger.“ – Die Palästinenserin wirft ein: „Hör gut zu, mein Sohn im Flüchtlingslager… hör zu und nimm den Rat an.“

    * * *

Andere sehen Obama in der Lösung des Nahostkonflikts einer hohen Zahl von strategischen und taktischen Überlegungen ausgesetzt, wie der Karikaturist von Asharq al-Ausat vom 25.1.:

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Gelungene Integration…

28. Januar 2009

… dürfte anders aussehen. Das Online-Nachrichtenportal DiePresse.com veröffentlichte das Ergebnis einer Studie des Soziologen und Islamwissenschaftlers Mouhanad Khorchide, der Islamlehrer in Österreich nach ihrer politischen Überzeugung befragten. Erschreckend: Jeder fünfte Islamlehrer lehnt die Demokratie ab, 14,7 Prozent sind gegen die österreichische Verfassung.

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Henryk M. Broder: „Macht euren Holocaust doch alleine!“

28. Januar 2009

Henryk M. Broder im offenen Brief an Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden:

„Ich habe nie verstanden, warum die Vertreter des Zentralrates landauf, landab an jeder Gedenkfeier teilnehmen, sei es die Einweihung des überflüssigsten Mega-Mahnmals aller Zeiten in Berlin, sei es eine Gedenkstunde im Bundestag oder irgendeine Feier in der Provinz zur Erinnerung an das gute Verhältnis zwischen christlichen und jüdischen Viehhändlern. Wäre der Zentralrat nicht eine Interessenvertretung der Juden, sondern eine Firma, bei der man Juden für alle möglichen Anlässe buchen kann („Rent A Jew“), wäre so ein Verhalten normal. Anormal aber ist, wenn sich Juden als Therapeuten anbieten, um den Nichtjuden bei der Bewältigung ihrer Holocaust-Traumata zu helfen.“

Hier gibt’s den ganzen Artikel.


Lichtschlag zum Papst und Richard Williamson

27. Januar 2009

Wer es noch nicht weiß, André Lichtschlag ist Gründer und Herausgeber der Monatszeitschrift Eigentümlich Frei, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, auf politisch inkorrekte Weise die linke und grüne Meinungsherrschaft kritisch zu hinterfragen (um mal einen Terminus unserer maoistischen 68er-Weltverbesserer zu benutzen). Dabei treten Lichtschlag und die Autoren von Eigentümlich Frei für eine im wörtlichen Sinne radikale Meinungsfreiheit ein, in der sich nichts und niemand auf einen Opferstatus berufen darf, um der Kritik seiner Mitmenschen zu entgehen.

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