Der etwas andere Obama-Kommentar

21. Januar 2009

Barack Obama dürfte momentan der populärste Mensch auf der Welt sein. Kein Politiker und nicht einmal die niemals kritisch hinterfragten Popstars und Spitzensportler können ihm das Wasser reichen. Hätte man seinem Nachbarn vor zwei Jahren die Obamania erklärt, hätte es sich folgendermaßen angehört: Man nehme John F. Kennedy, lasse ihn zum Mond fliegen und das ganze in Form von weltweiten Konzerten mit U2, Bob Geldof und Jay-Z musikalisch begleiten – und man hätte in etwa die weltweite Euphorie dieser Tage erreicht.

Kritische Stimmen sind selten. Der Großteil der Menschen und Medien schwelgt im Jubelrausch, während andererseits einige Erzkonservative und Rassisten offensichtlich ein Problem damit haben, Amerika zu lieben, wenn es von einem, pardon, “Mulatten”, geführt wird.

Da überrascht ausgerechnet die Allgemeine Zeitung aus Windhuk mit einem kurzen, treffenden Kommentar (der sich vor allem mit der Obamania in Namibia auseinandersetzt):

Denn genau das macht ihn besonders: Obama will kein Exklusiv-Präsident für die Schwarzen, sondern für alle Amerikaner sein. Mancher in Namibia wird das nicht gerne hören wollen. Aber erst, wenn Namibia einen (jungen) weißen Präsidenten bekommen und ihm das ganze Volk zujubeln würde, dann hätten wir Obamas Idee verstanden und durchgesetzt.

Hier den ganzen Artikel lesen.


Artikelliste (3)

14. Januar 2009

NY Times on Afghan schoolgirls

FAZ über Jörg-Uwe Hahn

Broder über Norman Pech Paech

Chicago Tribune: What global warming?

Indians flee Dubai as dreams crash

PRC revises 2007 growth from 11.9% to 13%

Namibia: Namibian Cell One sold to Egypt’s Orascom Telecom Holdings

Wolfgang Röhl (Achse des Guten): Die Gangsta-Flüsterer von der Veddel. Eine Multikulti-Komödie


Artikelliste (2)

13. Januar 2009

Michael Klonovsky (Achse des Guten): Holocaustleugner und Pyramidioten

CDU-Politik.de: Schäuble sprach sich 1990 für die Vernichtung der Stasi-Akten aus: “Mit Vergangenheit nicht zu sehr die Zukunft belasten”

Allgemeine Zeitung (Namibia): Bücher 2008, die viel oder wenig Beachtung gefunden haben I

Allgemeine Zeitung (Namibia): Bücher, die viel oder wenig Beachtung gefunden haben II

NZZ: Zögern vor dem Straßenkampf in Gaza

NY Times: Obama’s Plan to Close Guantanamo may take year

Rechtsextremisten I: FAZ: DVU ohne Geldgeber

Rechtsextremisten II: taz: Linkspublizist gründet Volksfront

Rechtsextremisten III: NPD-Blog: NPD und PRO NRW? Abfuhr für Molau

The Times: Prince Harry’s “Paki” video

Berliner Zeitung: Die Deutsche Welle und ihr arabisches Programm

Gay West: Kommen mit Gott

L.A. Times: Martyrdom beckons Lebanese teen, but she really wants to direct

FAZ: Kanzlerin Merkel: „Konzept gegen ‘sozialistische Experimente’ und ‘Exzesse’ der Märkte“

Radikal Gazetesi: Ergenekon zanlısına Sivas’ta coşkulu karşılama

Weltwoche: Der «Risiko-Jugendliche»

Literatur: Völlig übersehen habe ich, daß Hans-Ulrich Treichel 2008 einen neuen Roman mit dem Titel “Anatolin” vorgelegt hat. Vor allem seine Erzählung “Der Verlorene” (erschienen 1998 ) sowie die wundervolle Erzählsammlung “Heimatkunde” (1996) sind zu empfehlen. Was “Anatolin” anbelangt, so ist die Ausbeute an Rezensionen in überregionalen Tageszeitungen überaus spärlich. Einzig die FAZ veröffentlichte eine ausgiebige Besprechung. Und laut dieser ist Treichels neuer Roman kein Meilenstein der Weltliteratur.

Treichels Rechnung geht nicht auf, der Leser wird durch die poetologischen Spielereien weder irritiert noch verstört und schon gar nicht fasziniert. Das könnte nicht zuletzt damit zu tun haben, dass die Zitrone inzwischen einfach ausgepresst ist.

Hier gibt’s die vollständige Rezension vom 16. September 2008.


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