Barack Obama dürfte momentan der populärste Mensch auf der Welt sein. Kein Politiker und nicht einmal die niemals kritisch hinterfragten Popstars und Spitzensportler können ihm das Wasser reichen. Hätte man seinem Nachbarn vor zwei Jahren die Obamania erklärt, hätte es sich folgendermaßen angehört: Man nehme John F. Kennedy, lasse ihn zum Mond fliegen und das ganze in Form von weltweiten Konzerten mit U2, Bob Geldof und Jay-Z musikalisch begleiten – und man hätte in etwa die weltweite Euphorie dieser Tage erreicht.
Kritische Stimmen sind selten. Der Großteil der Menschen und Medien schwelgt im Jubelrausch, während andererseits einige Erzkonservative und Rassisten offensichtlich ein Problem damit haben, Amerika zu lieben, wenn es von einem, pardon, “Mulatten”, geführt wird.
Da überrascht ausgerechnet die Allgemeine Zeitung aus Windhuk mit einem kurzen, treffenden Kommentar (der sich vor allem mit der Obamania in Namibia auseinandersetzt):
Denn genau das macht ihn besonders: Obama will kein Exklusiv-Präsident für die Schwarzen, sondern für alle Amerikaner sein. Mancher in Namibia wird das nicht gerne hören wollen. Aber erst, wenn Namibia einen (jungen) weißen Präsidenten bekommen und ihm das ganze Volk zujubeln würde, dann hätten wir Obamas Idee verstanden und durchgesetzt.
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Verfasst von al-shahin