Arabische Popmusik: Kazim al-Saher

30. Januar 2009

Zum Wochenausklang ein echter Klassiker des irakischen Sängers Kazim al-Saher. Al-Saher ist einer der berühmtesten Sänger der arabischen Welt. Dabei ist er im Popgenre viel weniger zuhause als in der arabischen Klassik. Er führt damit eine Tradition fort, die im 20. Jahrhundert von so bedeutenden Künstlern wie Umm Kulthum, Mohammed Abd al-Wahab oder Fairuz geprägt wurde. 1996 arbeitete er mit dem in der arabischen Welt berühmten Dichter Nizar Qabbani zusammen. Im Gegensatz zu vielen Popsängern singt Kazim al-Saher nicht in einem regionalen Dialekt, sondern auf Hocharabisch.

Das folgende Lied „Kullu amin wa anti habibati – Du bist das ganze Jahr (also immer) meine Liebe“ stammt aus dem Jahr 2000. Viel Spaß:


Lesenswert

30. Januar 2009

Politik und Zeitgeist:
- Ahmedinedschad will Entschuldigung von Obama (in Form von Luft-Boden-Raketen?)
- neue EF ist da!
- Disenchanted with Castro’s Revolution (Which one ever worked out?)
- Richard Herzinger: Offener Antisemitismus in Europa
- FR mal wieder unter aller Kanone
- Polizei entfernt in Davos Tibet-Flagge aus Geschäft (inzwischen ist das Flaggen-aus-dem-Haus-anderer-Leute-Entfernen europäische Tradition)
- FDP klettert auf Rekordhoch von 16 Prozent
- hierzu auch ein Kommentar von Gérard Bökenkamp (ef)
- konvertierte Lehrerin hält am Kopftuch fest
- US-Militärrichter widersetzt sich Obama
- Was früher alles auf den Index kam

Wissenschaft:
- Ei der Daus, Maria doch keine Jungfrau?
- Neues zum Schicksal Pompejis
- Canossa: Jetzt meldet sich Fried persönlich zu Wort (hier frühere Infos aus der FAZ)
- Guter Rat: Think negative!

Wirtschaft:
- Alarmstufe Rot für Automobilzulieferer
- 50 million global jobs cuts expected in 2009
- Obama: Wall Street bonuses are „shameful“ (wo er recht hat, hat er recht)

Literatur:
- Daniel Kehlmann zum Tode John Updikes


Aktuelle arabische Karikaturen (5)

28. Januar 2009

Die Karikaturen der letzten knapp zehn Tage seit dem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas am 19. Januar 2009 behandelten vor allem zwei Themen: Erstens wurde der Amtsantritt Barack Obamas thematisiert, und zwar zunächst etwas skeptisch, insgesamt aber doch positiv.

Am 22.1. veröffentlicht al-Ahram unter dem Titel „Obama bei seiner Antrittsrede als amerikanischer Präsident“:

al-ahram-22109

Obama sinniert: „Die Krise, die wir erleben, hat ihre Ursache in der Willkür und Gier und Verantwortungslosigkeit einiger weniger.“ – Die Palästinenserin wirft ein: „Hör gut zu, mein Sohn im Flüchtlingslager… hör zu und nimm den Rat an.“

    * * *

Andere sehen Obama in der Lösung des Nahostkonflikts einer hohen Zahl von strategischen und taktischen Überlegungen ausgesetzt, wie der Karikaturist von Asharq al-Ausat vom 25.1.:

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Gelungene Integration…

28. Januar 2009

… dürfte anders aussehen. Das Online-Nachrichtenportal DiePresse.com veröffentlichte das Ergebnis einer Studie des Soziologen und Islamwissenschaftlers Mouhanad Khorchide, der Islamlehrer in Österreich nach ihrer politischen Überzeugung befragten. Erschreckend: Jeder fünfte Islamlehrer lehnt die Demokratie ab, 14,7 Prozent sind gegen die österreichische Verfassung.

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Henryk M. Broder: „Macht euren Holocaust doch alleine!“

28. Januar 2009

Henryk M. Broder im offenen Brief an Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden:

„Ich habe nie verstanden, warum die Vertreter des Zentralrates landauf, landab an jeder Gedenkfeier teilnehmen, sei es die Einweihung des überflüssigsten Mega-Mahnmals aller Zeiten in Berlin, sei es eine Gedenkstunde im Bundestag oder irgendeine Feier in der Provinz zur Erinnerung an das gute Verhältnis zwischen christlichen und jüdischen Viehhändlern. Wäre der Zentralrat nicht eine Interessenvertretung der Juden, sondern eine Firma, bei der man Juden für alle möglichen Anlässe buchen kann („Rent A Jew“), wäre so ein Verhalten normal. Anormal aber ist, wenn sich Juden als Therapeuten anbieten, um den Nichtjuden bei der Bewältigung ihrer Holocaust-Traumata zu helfen.“

Hier gibt’s den ganzen Artikel.


Lichtschlag zum Papst und Richard Williamson

27. Januar 2009

Wer es noch nicht weiß, André Lichtschlag ist Gründer und Herausgeber der Monatszeitschrift Eigentümlich Frei, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, auf politisch inkorrekte Weise die linke und grüne Meinungsherrschaft kritisch zu hinterfragen (um mal einen Terminus unserer maoistischen 68er-Weltverbesserer zu benutzen). Dabei treten Lichtschlag und die Autoren von Eigentümlich Frei für eine im wörtlichen Sinne radikale Meinungsfreiheit ein, in der sich nichts und niemand auf einen Opferstatus berufen darf, um der Kritik seiner Mitmenschen zu entgehen.

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150. Geburtstag des letzten deutschen Kaisers

27. Januar 2009

Vor 150 Jahren, am 27. Januar 1859, kam Wilhelm II. als Prinz Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen auf die Welt. Vom 15. Juni 1888 bis zum 9. November 1918 lenkte er die Geschicke des Zweiten Deutschen Reiches.

wilhelmii

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Meinungsfreiheit?

26. Januar 2009

Ist zwar schon zwei Wochen alt, aber es soll ja später keiner sagen, er hätte von nichts gewußt. Hier ein Video, das eine Gaza-Kundgebung in Kopenhagen um den 11. Januar 2009 herum zeigt. Welches Vorbild sich diese wackeren Friedenskämpfer für ihre konstruktive Israelkritik ausgewählt haben, kann man ab 0:33 mitverfolgen. Hier zeigen sich ganz neue Wege der Meinungsfreiheit, gegen die kein Zentralrat zum Kampf gegen Rechts aufruft. Willkommen im neuen Europa!

Wer mir hier leidtut, sind die Frauen, zu denen diese, äh, Männer, nach ihrem Tagewerk heimkehren.


Artikelliste (7)

26. Januar 2009

Geschäfte mit dem Iran:
- Berlin will deutschen Handel mit Iran kappen

Israel:
- Klaus Bittermann (AchGut): Koalition der Versager
- Henryk Broder über Tel Aviv

Deutschland und Migranten:
- Fall Kardelen: Die türkischstämmige Autorin Serap Cileli stellt fest, daß im Fall der mißbrauchten und ermordeten Kardelen auch ein Türke als Täter in Betracht komme. Sofort fallen friedliebende Gutmenschen, allen voran natürlich Hatice Akyün, über Cileli her.
- auch die WELT hat die Studie über die Integration der Türken thematisiert
- hier die offizielle Studie des Berlin-Instituts zur Integration von Migranten in Deutschland mit dem, pardon, Propaganda-Titel „Ungenutzte Talente“: na, hoffen wir, daß die Autoren den Titel bewußt sachlich und ohne politisch korrekte Hintergedanken gewählt haben
- haGalil: Mahnwache nach homophobem Gewaltangriff
- dazu passend GayWest: Gewalt gegen Schwule – Gedanken aus Deutschland
- Opfer Bariş K. durch U-Bahn-Scheibe geworfen

Kokolores:
- In der SZ schwadroniert eine Dummschwätzerin über Rassismus


Willkommen, Jahr des Büffels!

26. Januar 2009

Jahreswechsel in China: Am Sonntag, den 25.1.2009, ging das chinesische Jahr der Ratte zu Ende. Bis 17 Uhr MEZ konnte man in ausgewählten chinesischen Clubhäusern oder Restaurants das Finale im chinesischen Staatsfernsehen CCTV live miterleben. Das neue Jahr, das im Zeichen des Büffels steht, wurde, wie es sich für die Erfinder des Schwarzpulvers gehört, mit Feuerwerk und Raketen eingeläutet.

Daher wünscht auch Baal im Kraal allen ein gesegnetes und erfolgreiches Jahr des Büffels!

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